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Ein Gebäude eines Unternehmens mit parkenden Autos, im Hintergrund eine Stadt und Berge

Die Zukunft im Blick

Unternehmensnachfolge im Mittelstand

Die Unternehmensnachfolge gehört zu den größten strategischen Herausforderungen im deutschen Mittelstand. Aktuelle Analysen zeigen: Allein zwischen 2023 und 2027 stehen rund 626.000 kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland vor einer Übergabe an die nächste Generation oder an neue Eigentümer – das sind etwa 125.000 Nachfolgen pro Jahr.

Denn die entscheidende Frage lautet nicht nur, ob ich einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden habe, sondern auch, wann eine Nachfolge ansteht, und ob sie rechtzeitig und professionell gestaltet wurde – bevor Zeitdruck entsteht.

Frühzeitige Planung sichert Stabilität und Unternehmenswert

Unternehmensnachfolge ist kein kurzfristiges Projekt. Sie ist ein Prozess, der häufig mehrere Jahre dauert – und der weit mehr umfasst als die reine Übergabe von Geschäftsanteilen oder die Benennung eines Nachfolgers. 

Wer erst handelt, wenn Krankheit, Alter oder persönliche Umstände Druck erzeugen, riskiert nicht nur Wertverluste, sondern oft auch Unsicherheiten im Unternehmen, Konflikte in der Familie oder steuerliche Nachteile. 

In der Praxis stellen sich früh sehr konkrete Fragen:

  • Ist der Gesellschaftsvertrag überhaupt nachfolgetauglich?
  • Was passiert im Notfall – gibt es klare Regelungen für Krankheit oder plötzlichen Ausfall?
  • Wie lassen sich Pflichtteilsrisiken vermeiden, ohne den familiären Frieden zu gefährden?
  • Wird das Unternehmen verschenkt, vererbt oder verkauft – und was bedeutet das steuerlich?
  • Wie verhindert man Streit zwischen Geschwistern, Gesellschaftern oder externen Nachfolgern?

Gerade diese gesellschaftsrechtlichen, erbrechtlichen und steuerlichen Stellschrauben entscheiden häufig darüber, ob eine Übergabe gelingt – oder ob sie zur Belastung wird.

Nachfolge ist mehr als ein Vertrag – sie ist eine Weichenstellung

Unternehmensnachfolge ist nicht nur ein bürokratischer Akt. Sie ist eine der wichtigsten unternehmerischen Führungsentscheidungen überhaupt. Erfolgreiche Nachfolge beginnt mit offenen Gesprächen – aber sie braucht ebenso eine belastbare rechtliche Struktur: klare Verantwortlichkeiten, abgestimmte Erwartungen und Gestaltungsspielräume, bevor Konflikte entstehen. Denn oft geht es um mehr als Zahlen: Es geht um Lebenswerke, familiäre Beziehungen, Mitarbeitervertrauen und die Zukunft des Betriebes.

Fazit

Unternehmensnachfolge ist kein Thema für „irgendwann“. Sie ist ein existenzielles Zukunftsthema – für Unternehmer, Familien und Unternehmen jeder Größe. Wer frühzeitig plant, schützt nicht nur den Unternehmenswert, sondern auch den inneren Zusammenhalt und die Handlungsfähigkeit des Betriebs. 

Wir begleiten Sie dabei interdisziplinär und aus einer Hand – gesellschaftsrechtlich, steuerlich, erbrechtlich und strategisch. Unsere Praxisgruppe für Unternehmensnachfolge im Mittelstand unterstützt Unternehmen vom klassischen Familienbetrieb mit 50 Mitarbeitenden bis hin zum etablierten Mittelständler, auch mit 1.000 Beschäftigten.

Gerne bieten wir Ihnen ein kostenfreies Erstgespräch an, um die Ausgangslage zu klären und erste sinnvolle Schritte aufzuzeigen.

 

Autorin: Tamara Sasonow (Rechtsanwältin | Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht | Fachanwältin für Arbeitsrecht)

 

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